Eine Taufe der besonderen Art

Neue Brauereipferde bei Barre im Einsatz

Lübbecke (mm). Es ist auch heute noch eine gelebte Tradition bei der Privatbrauerei Barre, dass das Bier regelmäßig per Pferdekutsche ausgeliefert wird. Jeden Freitag kann man die Belieferungstour in der Lübbecker Innenstadt per Pferde-Arbeitsgespann live verfolgen, wenn Kutscher Sebastian Kämper mit den beiden Kaltblütern unterwegs ist und die Gastronomen vor Ort mit Bier versorgt.

In den letzten Jahren haben »Heros« und »Epos« diese Aufgabe ausgeführt. Der 19-jährige Heros darf nach seinem langjährigen Dienst als Zugpferd der Bierkutsche jetzt seine Rente im Emsland genießen und als Zuchthengst für Nachwuchs sorgen. Sein elfjähriger Kollege Epos litt zuletzt an einer schweren Tumorkrankheit, die mit zwei Operationen in einer Fachklinik in Telgte behandelt wurde. Von dem Eingriff erholte er sich jedoch leider nicht mehr.

Barre editedPferdetaufe auf dem Lübbecker Marktplatz: (v. l.) Taufpate Gerhard Aspelmeier (Pferdepfleger), Brauereipferd Gustav, Sebastian Kämper (Kutscher), Brauereipferd Alfred, Taufpate Frank Haberbosch (Bürgermeister) und Christoph Barre.

Seit August stehen daher zwei neue starke Kaltblüter im Dienst der Brauerei und übernehmen die verantwortungsvolle Aufgabe Barre`s Bierkutsche zu ziehen. Der gutmütige Gustav und der adrette Alfred meisterten ihre Premiere bereits erfolgreich beim diesjährigen Bierbrunnenfest. Vor wenigen Tagen erfolgte im Rahmen der wöchentlichen Tour durchs Stadtgebiet die offizielle Taufe im Beisein von Christoph Barre (geschäftsführender Gesellschafter) und Barre-Kutscher Sebastian Kämper sowie den beiden Taufpaten Gerhard Aspelmeier (Pferdepfleger der beiden Kaltblüter) und dem Lübbecker Bürgermeister Frank Haberbosch.

Frank Haberbosch freut sich über die Ehren als Taufpate von Alfred I zu fungieren. »Nicht viele Bürgermeister erhalten die Möglichkeit so eine besondere Patenschaft zu übernehmen. Die beiden Kaltblüter sind ein Teil des Lübbecker Stadtbildes.« – »Vor über 100 Jahren war eine Brauerei ohne Pferde kaum denkbar. Die Pferde sicherten den Transport zum Kunden. Seit die Brauerei Barre existiert haben wir Pferde im Einsatz, auch wenn heute die Auslieferung maßgeblich über motorisierte Gefährte erfolgt, sind die beiden Kaltblüter für uns nicht weg zu denken. Sie sind nicht nur Publikumsmagnet und das meist fotografiertest Objekt in der Stadt, sondern Teil einer gelebten Tradition an der wir auch weiter festhalten werden«, so Christoph Barre.

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