»Ich staune über den Erfolg des sehr britischen Humors beim Publikum«

Florian Battermann, Regisseur von »Die Wahrheit über Dinner for one«, im Gespräch

Wer kennt ihn nicht? Den getreuen und stets pflichtbewussten Butler James. Jahr für Jahr erfüllt er seinen Dienst und bereitet seiner Herrin Miss Sophie ein voll auf ihre Wünsche ausgelegtes Geburtstagsdinner: eine saubere, weiße Tischdecke, Kerzenhalter, eine Vase mit frischen Blumen. Dazu deckt er den Tisch für die Ehrengäste und natürlich für Miss Sophie höchst selbst ein.

nu 012019 dinner1 edited2018 feiert das Bühnenstück über Miss Sophie und ihren treuen Butler James seinen 55. Geburtstag. Inzwischen steht der Sketch sogar im Guinnessbuch der Rekorde. Fotos (2): imagemoove

Auch wenn die Plätze der Gäste inzwischen durch altersbedingte Ausfälle nicht mehr besetzt sind, tut Butler James seine Pflicht, bedient jeden Platz mit den entsprechenden Spirituosen und sorgt dafür, dass die Gläser auch geleert werden. Aber woher kommt eigentlich dieser Klassiker der Fernsehgeschichte? Die »Komödie am Altstadtmarkt« aus Braunschweig ist dieser Frage nachgegangen und präsentiert die Antwort auf Einladung des Kulturringes Lübbecke in dem Stück »Die Wahrheit über Dinner for one« am zweiten Tag des neuen Jahres, Mittwoch, 2. Januar 2019, um 20 Uhr in der Stadthalle Lübbecke.

nu 012019 dinner2 editedAuch in dem Bühnenstück zum Kult-Sketch lautet das Motto »The same procedure as every year!«

Um einen ersten Eindruck zu vermitteln, sprach Steffen Meinert mit dem Regisseur des Stücks, Florian Battermann.

?     Jahr für Jahr läuft »Dinner for One« zu mehreren Uhrzeiten an Silvester. Was macht dieses Stück aus, dass es seit so vielen Jahren Generationen übergreifend die Menschen begeistert?

Florian Battermann: Das ist eine gute Frage! Genau sagen kann man das nicht. »Dinner for One« lief aber inzwischen oft genug im Fernsehen, dass es sich wohl in das kollektive Gedächtnis der Menschen eingebrannt hat.

Florian Battermann Foto KomoedieamAltstadtmarkt editedVerrät natürlich nicht die Pointe: Regisseur Florian Battermann. Foto: Komödie am Altstadtmarkt

? Vor allem die wiederkehrenden Elemente wie das Stolpern über den Tigerkopf oder die einprägsame Frage »The same procedure as every year?« scheinen dabei besonders im Gedächtnis zu bleiben?

Battermann: Gerade das ist ja das ungewöhnlich aus meiner Sicht. Dass dieser doch sehr britische Humor bei den Zuschauern so beliebt ist und in jedem Jahr aufs Neue zum Lachen anregt.

? Am Ende Ihres Stücks wird dann ja auch der originale Sketch nachgestellt. Was passiert aber davor?

Battermann: Da möchte ich noch gar nicht zu viel verraten. Wir haben versucht, uns möglichst nahe am Original zu halten. Ziel war es, den Geist der frühen 60er Jahre einzufangen. Aber ja, am Ende werden wir auch den Sketch aufführen.

? Das heißt, die Zuschauer werden auch entsprechend »gealterte« Darsteller zu sehen bekommen?

Battermann: Genau so ist es. Sämtliche Darsteller werden natürlich entsprechend ihrer Rolle in der Maske vorbereitet und eingekleidet. Da dauert die Vorbereitung inzwischen auch nicht mehr so lange. Und durch die verschiedenen Charaktere erwartet uns eine durchaus turbulente und kurzweilige Komödie.

Der TuS ist seine Aufstiegssorgen los

Nach 33:36-Auswärtsniederlage in Coburg rutscht der heimische Zweitligist auf Platz 6

Coburg/Lübbecke. Der TuS N Lübbecke hat sich mit der nächsten Auswärtsniederlage in Coburg (33:36) nun wohl engültig aus dem Kreis der Aufstiegsaspiranten verabschiedet. Mit nunmehr 22:14 Punkten rangiert die Mannschaft von Trainer Aaron Ziercke auf dem sechsten Tabellenplatz, sieben Punkte hinter den beiden führenden Mannschaften aus Balingen und Coburg.

Jaanimaa editedDener Jaanimaa ließ es in Coburg zur Abwechslung mal wieder krachen.

Seit inzwischen neun Wochen gab es in fremden Hallen nichts mehr zu holen. Gleichzeitig leistete man sich in eigener Halle Punktverluste, wie zuletzt gegen den TV Hüttenberg. Erst in allerletzter Sekunde gelang Lukasz Gierak der Ausgleich, nachdem die Hausherren im zweiten Spielabschnitt zwischenzeitlich mit drei Toren geführt hatten. Der Zuschauerzuspruch war bei dieser Begegnung aus Sicht der Verantwortlichen beim TuS schon nicht mehr überragend. Jetzt werden sie erst recht alle Hände voll zu tun haben, um in den beiden letzten Heimspielen in diesem Jahr noch ordentlich Zuschauer in die Halle zu bekommen.

Patrick Walczak editedPatrick Walczak bei einem seiner Tore vom Kreis gegen Hüttenberg.

Am Samstag, 22. Dezember, erwartet der TuS um 20 Uhr in der Merkur Arnea den EHV Aue, beschlossen wird das Jahr mit der Partie gegen TSV Bayer Dormagen, die sich am Mittwoch, 26. Dezember, in Lübbecke vorstellen werden.

Bis dahin muss Trainer Ziercke seine Mannschaft wieder auf Trab bekommen, denn nach den zuletzt gezeigten Leistungen droht der Fall ins Mittelmaß der 2. Liga, womit niemand gerechnet hat, und was sicherlich auch niemand erleben möchte. In Coburg konnte der TuS in der ersten Spielhälfte noch weitgehend Paroli bieten, verschlief aber den Start in die zweite Hälfte, als binnen sechs Minuten aus dem 16:19-Pausenstand ein 18:24 (36. Minute) wurde. Beste Werfer bei Lübbecke: Dener Jaanimaa (8) und Mannschaftskapitän Jens Bechtloff (6/1). Die zweitmeisten Treffer beim Gegner gelangen dem früheren TuS-Spieler Pontus Zetterman.

Peter Strosackk editedPeter Strosack ist so etwas wie Mr. Zuverlässig im TuS-Team.

Nettelstedt-Trainer Aaron Ziercke sagte nach dem Spiel: »Unser größtes Problem war – neben dem kleinen Kader – heute Abend die Abwehr. Wir haben alle nur denkbaren Varianten ausprobiert, 36 Gegentore sind einfach viel zu viel. In der ersten Halbzeit konnten wir zudem – im Gegensatz zu allermeist sonst – die Torwartleistung nicht in die Waagschale werfen. So gab es in den ersten 30 Minuten nur eine Parade bei uns zu notieren. Im zweiten Durchgang zeigte Peter Tatai dann eine sehr ordentliche Partie, was uns half, den Abstand noch relativ gering zu halten. Wir liegen drei Mal mit vier Toren nur noch hinten und haben Ballbesitz, zudem war noch genügend Zeit zum Aufholen da. Doch dann passieren wieder Fehler. Wobei die Angriffsleistung mit 33 Treffern auswärts ja sehr in Ordnung ist. Sieben Punkte Abstand in der Tabelle bis oben sind für uns eine Menge Holz. Wir wollen noch möglichst viele Spiele gewinnen – und dann schauen, was die Konkurrenz macht.«

Jens Bechtloff editedMannschaftskapitän Jens Bechtloff wird seiner Rolle als Führungsspieler durchgehend gerecht. An ihm liegt das bisher schwache Abschneiden des TuS nicht.

Etwas anderes bleibt ja im Moment auch nicht. Wichtig für die Stimmung wären natürlich zwei Erfolge in den beiden nächsten Heimspielen. Dann könnten alle ein bisschen durchatmen und das neue Jahr etwas entspannter begrüßen.

Das nächste Spiel ist dann erst am 9. Februar in Wilhelmshaven. Bis dahin dürften Marko Bagaric und Marian Orwoski wieder fit sein. Dann sieht die Welt schon ein bisschen anders aus.

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Auf Klassentreffen werden alte Pennäler-Geheimnisse gelüftet

Abiturjahrgang 1970 des Wittekind-Gymnasiums tauscht Erinnerungen aus

Lübbecke (huse). Der Abijahrgang 1970 des Lübbecke Wittekind-Gymnasiums trifft sich seit sechs Jahren jedes Jahr am Samstag vor dem 1. Advent. Zunächst vier Jahr lang bei Silvio, und schon nach dem ersten Treffen nach langer Pause wurde beschlossen: Jetzt sehen wir uns jedes Jahr einmal, bevor sich irgendwer endgültig verabschiedet und man ihn vorher nicht mehr zu Gesicht bekommen hat.

Klassentreffen 2018 editedKlassentreffen (von links): Ilse Schuemann (geb. Bremer), Dorit Micha (geb. Waltke), Anette Sielermann (geb. Kuhlmeier), Peter Strunk (vorn), Chrstine Brost (geb. Scholz, Ulrich Soldanski, Erhard Alff (geb. Meier), Horst Husemöller und Christiane Maurer (geb. Wollgramm).

Inzwischen sind praktisch alle pensioniert. Sie stammen überwiegend aus den Jahrgängen 1950/1951 und freuen sich an Kindern und Enkelkindern, aber eben auch an ihren Mitschülerinnen und Mitschülern, mit denen sie vor fast 50 Jahren zusammen Abitur gemacht haben. In den beiden letzten Jahren fand das Treffen bei Horst Husemöller in der Alfredstraße statt, wo auch schon während der beiden letzten Jahre auf dem Gymnasium einige Partys gefeiert wurden. Damals mit reichlich Alkohol, während heutzutage überwiegend alkoholfrei getrunken wird. Dennoch: die Stimmung ist immer bestens.

Besonders interessant ist, dass in jedem Jahr neue Geschichten auftauchen, an die sich manch einer so gut wie nicht mehr erinnern kann. Besonders ausgiebig wurde beim letzten Treffen über Frau Dr. Böhmer gesprochen, die außerordentlich attraktive Deutschlehrerin, für die fast alle »Jungs« zumindest eine kleine Schwäche hatten und sich vielleicht deshalb besonders ins Zeug legten.

Die Klasse des sprachlichen Zweigs war stets besonders renitent, höchst demokratisch und von daher mit dem Lehrplan nicht immer einverstanden. Dies brachte Klassensprecher Erhard Meyer, heute Alff, im Deutschunterricht zur Sprache. »Faust« war etwas, mit dem man sich so kurz wie möglich aufhalten wolle. Stattdessen unterbreitete man Frau Dr. Böhmer alternative Vorschläge. Statt endlos Goethes Faust wollte man sich mit Günter Kunert, Lars Gustafsson, Günter Grass´ »Blechtrommel« und vielen anderen moderneren literarischen Angeboten auseinandersetzen.

Nach eingehender Diskussion ließ sich Frau Doktor Böhmer auf einen Kompromiss ein. Sie vermittelte den »Faust« in zwei Referaten in zwei Doppelstunden, die Klasse schaffte sich die Sache drauf und durfte sich anschließend an die Referate über die von ihnen ausgewählten Autoren machen.

Das passte in unser Verständnis von demokratischer Schule im Jahre 1969. Die 68er hatten auch uns als Schüler erfasst. Fast waren wir ein bisschen enttäuscht nicht schon Abitur zu haben, um an die wildbewegten Universitäten eilen zu können. Statt um eine Durchnetzung der Schule kämpften wir um unsere Rechte, so wie wir sie damals empfanden. Da hat manch Lehrer und manche Lehrerin ordentlich zu kämpfen gehabt, am Ende aber stand dann doch das Abitur nach turbulenten Jahren, an die man sich beim jährlichen Treffen gern erinnert.

So ist natürlich bereits jetzt der nächste Samstag vor dem 1. Advent 2019 geblockt. Bis dahin wird gemailt, werden Fotos aufgetauscht und es besteht bei allen die Hoffnung, dass im kommenden Jahr auch die dazustoßen, die ihren Allerwertesten nur noch schwer in Bewegung bekommen.

Parkplatznot am Krankenhaus bleibt

Hat die Klinikleitung in Minden den Standort Lübbecke etwa abgeschrieben?

Lübbecke (huse). Seit inzwischen einigen Jahren schon ist die Parksituation am Krankenhaus in Lübbecke eine kleine Katastrophe. Vor einiger Zeit schon haben wir Kreis und Stadt Lübbecke aufgefordert, endlich für Personal, Besucher und Patienten eine Lösung zu finden und vor allem auch umzusetzen.

Wer zu bestimmten Zeiten das Krankenhaus anfährt, bringt am besten Gummistiefel mit, denn viele Leute müssen praktisch auf dem Acker parken und aussteigen, weil anderweitig kein Platz mehr zu finden ist. Die Autos werden entlang des Parkplatzes im Norden auf dem Grünstreifen abgestellt, der sich aber binnen kürzester Zeit in Matsch verwandelt. Dann fädeln sich noch viele Autos entlang der Virchowstraße gen Norden auf und an, beziehungsweise auf der Straße Richtung Obernfelde. Besonders diese »Parkflächen« sind gefährlich, weil sie in einer Kurve liegen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis etwas passiert. Und schließlich stehen fast immer auch einige Autos in der Verlängerung der Bushaltestelle Richtung Osten direkt an der Straße, wo sie natürlich auch nicht hingehören.

Parkplaetze 1 editedWer will denn so parken? Das ist eine Zumutung. Immerhin: Falschparker lässt die Stadt offenbar in Ruhe.

Vor einigen Jahren, direkt nach der Amtsübernahme von Gerald Österlich, gab es schon mal Parkprobleme am Lübbecker Krankenhaus. Damals wurden Flächen getauscht. Danach ging alles sehr schnell und schwupps waren die damals benötigten Parkplätze gebaut.

Der Grundstücksbesitzer der Flächen gen Norden ist der gleiche wie vor gut 25 Jahren und ist dem Kreis Minden-Lübbecke und der Stadt daher gut bekannt. Möglicherweise aber will die Krankenhausleitung in Minden dieses Problem gar nicht wirklich in Angriff nehmen, um kein Geld in einen Standort zu investieren, mit dem man womöglich keine großen Pläne mehr hat.

Parkplaetze 2 editedHäufig stehen die Autos noch viel dichter an den Straßenrändern Richtung Obermehnen, beziehungsweise Richtung B 65.

Gleichzeitig könnten die Bürger im Altkreis Lübbecke von der Stadt Lübbecke erwarten, dass sie sich im Sinne der Erhaltung des Hauses für den Bau von weiteren Parkplätzen einsetzt. Will sagen, die Stadt muss dem Kreis auf die Füße treten.

Firma Gerlach setzt St. Andreas ins rechte Licht

Eine Spende für die Kirchturmbeleuchtung

Lübbecke. Als Zeichen der großen Verbundenheit mit der Stadt Lübbecke übernimmt das Unternehmen Eduard Gerlach in den nächsten drei Jahren die Kosten für die Beleuchtung eines besonderen Wahrzeichens der Stadt, der St.-Andreas-Kirche.

Kirchturm editedDer Turm der St.-Andreas-Kirche erstrahlt auch weiterhin in besonderem Licht. Darüber freuen sich (von links) Thomas Holle (Lübbecke Marketing), Jobst-Peter Gerlach von Waldthausen, Pfarrer Eberhard Helling, Timor Gerlach von Waldthausen und Peter Schmüser (Lübbecke Marketing).

Bereits seit dem Jahr 2008 wird der Turm der Kirche auf Initiative des Lübbecker Stadtmarketingvereins und der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Lübbecke mit zwei energieeffizienten Scheinwerfern angestrahlt. Der Verein Lübbecke Marketing hat im Jahr 2016 die Verantwortung für den Betrieb der Kirchturmbeleuchtung übernommen.

Die Eduard Gerlach GmbH feiert in diesem Jahr das Jubiläum zum 150-jährigen Bestehen des Familienunternehmens. »Unser Unternehmen hat seit jeher eine enge Verbindung zu unserer schönen Stadt und ihrer geschichtlichen Entwicklung. Wir leisten deshalb gerne einen Beitrag dafür, dass die St.-Andreas-Kirche als ältestes Gebäude der Stadt auch weiterhin in den Abendstunden und in den frühen Morgenstunden als Wahrzeichen über den Dächern der Stadt erstrahlt«, erklärten Jobst-Peter Gerlach von Waldthausen und Timor Gerlach von Waldthausen als geschäftsführende Gesellschafter des Unternehmens.

»Wir gratulieren unserem Mitgliedsbetrieb zu 150 Jahren erfolgreicher Firmengeschichte und freuen uns über die großzügige Unterstützung für die Kirchturmbeleuchtung«, sagte Thomas Holle, Vorsitzender des Vereins Lübbecke Marketing, beim Treffen am Fuße der beleuchteten Kirche im Herzen der Stadt.

 

 

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