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Nervenkitzel bei der langen Krimi-Nacht

Drei Autorinnen lesen am 12. Juli in der Bücherstube

Lübbecke. Die Vorfreude auf das StadtLesen in Lübbecke wächst, denn vom 12. bis 15. Juli ist es so weit - und wie immer, wenn es ums Lesen geht, ist die Bücherstube Lübbecke mit im Spiel.

Mit einem bunten Rahmenprogramm werden Bücher und das Lesen selbst auf dem Lübbecker Marktplatz zu einem besonderen Erlebnis gemacht und entsprechend gefeiert.

Neben dem bibliophilen Highlight zur Eröffnung am Donnerstag, 12. Juli wird sicherlich auch die Krimi-Nacht am 13. Juli für reichlich Spannung und Unterhaltung sorgen. Ab 19:30 Uhr präsentiert die Bücherstube drei Krimi-Autorinnen, die auf Einladung von Andreas Oelschläger nach Lübbecke kommen.

Sie werden aus ihren neuesten Krimis einige Passagen vorlesen und im Gespräch mit dem Publikum Einblicke in die Arbeit als Krimi-Autorin geben. Wer dann auf den Geschmack gekommen ist, kann am Büchertisch der Bücherstube Andreas Oelschläger die vorgestellten Titel sowie weitere Lektüre der eingeladenen Autoren erwerben und auf Wunsch auch persönlich signieren lassen.

Zum Auftakt der Krimi-Nacht liest die in Minden lebende Autorin Andrea Gerecke aus ihrem 7. Minden-Krimi um Kommissar Alexander Rosenbaum »Weserleiche«, Beginn ist um 19:30 Uhr.

Nach einer halbstündigen Pause wird die gebürtige Bad Oeynhausenerin »Carla Berling« (einigen bekannt unter ihrem Mädchennamen Peggy Wehmeier) ab 21 Uhr aus ihrem Kriminalroman »Königstöchter« lesen. Carla Berling begeisterte bereits vor einem Jahr ihr Lübbecker Publikum. Damals las und plauderte die Autorin aus »Mordkapelle«, dem ersten im Heyne Verlag erschienen Buch um die Journalistin Ira Wittekind.

Wenn die Nacht im Lübbecker Land langsam Einzug hält, betritt um etwa 22:30 Uhr Eva Ehley die Bühne und entführt ihr Publikum nach Sylt. Die Insel ist Schauplatz einer Reihe von Krimis aus der Feder der Autorin, an diesem Abend wird sie aus »Sünder büßen« vorlesen und vielleicht auch einen kurzen Blick auf ihren neuen Roman, der im Herbst erscheinen wird, werfen.

Für das leibliche Wohl sorgen nicht nur an diesem Abend die ansässigen Gastronomen, allen voran das Team vom Blue Mojo, das Weinhaus Lübbecke wird ebenfalls mit einem Stand vertreten sein. Bei schlechtem Wetter, besonders bei Regen, wird die Krimi-Nacht in die Bücherstube verlegt. Andreas Oelschläger rät: »Erleben Sie die Vielfalt der Bücher unter freiem Himmel bei freiem Eintritt«.

Ein paar Details

Andrea Gerecke: »Weserleiche« – Beginn: 19:30 Uhr

Gerecke Die Weserleiche Plakat

Nein, mit einem Schatz hat das ganz und gar nichts zu tun, was der zehnjährige Konrad in seinem Forschungsdrang am Weserufer von Minden entdeckt. Eigentlich sollte es – bei wunderbarem Sommerwetter – ein ganz normaler Badeausflug mit der Familie werden, aber dann dieser Fund! Ein merkwürdiges Paket aus blauen Plastiksäcken, fest umschnürt mit braunem Klebeband. Die Mutter entdeckt einen Riss, aus dem ein Fuß herausragt. Vorbei mit dem Spiel. Sie verständigt die Polizei. Die Ermittlungen der Mordkommission unter Leitung von Hauptkommissar Alexander Rosenbaum werden erschwert, da der Leiche einige Körperteile fehlen. Wie soll man da jemanden identifizieren? Und niemand vermisst eine junge Frau …

Andrea Gerecke ist studierte Diplom-Journalistin und Fachreferentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Heute arbeitet sie als freie Autorin und überregionale Journalistin. Ihre literarische Spezialität sind mörderische Geschichten, in denen ganz alltägliche Situationen kippen. Nach den Gutenachtgeschichten für Erwachsene. Seit 2011 erscheint jährlich ein neuer Minden-Krimi um Kommissar Alexander Rosenbaum. Dazu kommen humoristische und satirische Texte, Prosa, Lyrik und Veröffentlichungen in zahlreichen Anthologien, Zeitungen und Zeitschriften. Sie ist ein Mitglied der Mörderischen Schwestern und des Syndikats sowie des Leitungsteams der Mindener Lesebühne.

Carla Berling: »Königstöchter« – Beginn: 21 Uhr

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Mitten in der beschaulichen Provinz kommt eine alte Dame auf grausame Weise ums Leben. Schnell findet Reporterin Ira Wittekind heraus, dass ihr Schicksal eng verknüpft war mit drei anderen Bewohnerinnen der Seniorenstiftung Morgenstern. Als Ira sie befragen will, benehmen sich alle drei äußerst merkwürdig. Ira wühlt in der Vergangenheit und deckt Stück für Stück eine lang zurückliegende Tragödie auf, die bis heute nachwirkt. Dann passiert ein zweiter Mord. Und schließlich ein dritter ...

Carla Berling, unverbesserliche Ostwestfälin mit rheinländischem Temperament, lebt in Köln, ist verheiratet und hat zwei Söhne. Mit der Krimi-Reihe um Ira Wittekind landete sie auf Anhieb einen Erfolg als Selfpublisherin. Bevor sie Bücher schrieb, arbeitete Carla Berling jahrelang als Lokalreporterin und Pressefotografin. Sie tourt außerdem regelmäßig mit ihrer Comedyreihe Jesses Maria durch große und kleine Städte. Dem Lübbecker Publikum ist sie durch das SommerSpecial der Lübbecker Krimitage 2017 bekannt.

Eva Ehley: »Sünder büßen« – Beginn: 22:30 Uhr

eva ehley

Die Biikefeuer erleuchten die kalte Sylter Februarnacht, als man im Gebüsch eine junge Frau findet. Ihr Unterkörper ist entblößt. Ein Sexualverbrechen? Doch was hat der säuberlich halbierte Slip zu bedeuten, der neben der Leiche liegt? Verdächtige gibt es viele, denn die Verstorbene hatte sowohl heimliche Verehrer als auch Feinde. Doch eine Domina am falschen Ort, ein verbrannter Personalausweis und einige pikante Aktaufnahmen lassen die Sylter Polizei vermuten, dass es hier um ein ganz anderes Verbrechen geht. Der sechste Sylt-Krimi mit dem sympathischen Ermittlerteam Sven Winterberg, Silja Blanck und Bastian Kreuzer.

Eva Ehley studierte Literaturwissenschaft und Mathematik und arbeitete als Lehrerin. In ihren Texten erzählt sie allerdings von Dingen, über die man in der Schule nichts lernt. Hier werden Neurotiker leicht zu Mördern, während Egoisten unter Umständen ein Helfersyndrom entwickeln. Eva Ehleys Sylt-Krimis, die klassische Whodunnits mit Tendenz zum Psychothriller bieten, sind Kult. Für ihren Thriller ›Verdacht‹ hat sie sich gemeinsam mit ihrem Sohn und Co-Autor Philipp Ehley im Berliner Partymilieu umgeschaut. Ehleys Texte wurden vielfach preisgekrönt u.a. mit dem Agatha-Christie-Krimipreis. Die Autorin lebt in Berlin. Sie ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne.

Die 1960er Jahre nicht erlebt? Dann ordern Sie bitte einen »Toast Hawaii«!

Ein unterhaltender Ausflug in die jüngere Vergangenheit auf der Freilichtbühne Nettelstedt

nu 072018 toast hawaii2Die Gruppe der Tänzerinnen von links nach rechts mit Laura Grabenkamp, Charlotte Ratzmann, Julia Röding, Sina Schütte, Luisa Neumann, Finnja Grote, Anna-Lena Peper und Pia Finke, in der Mitte Martin Jäger-Degenhard. Oben von links nach rechts Kerstin Schmale in der Rolle der Mona, Sylvia Siebarth und Mareen Kracht als Sängerinnen und rechts oben Melanie Fründ als Frau Antje. Hier findet gerade eine Showprobe für das Wunschkonzert statt. Fotos: Steffen Meinert
Von Steffen Meinert

Nettelstedt. »Toast Hawaii« ist das neue Abendstück der Freilichtbühne Nettelstedt. Mit Musik, Tanz und einer hervorragenden schauspielerischen Leistung erzählt das Ensemble die Geschichte zweier junger Menschen in einer bewegten Zeit. Zu sehen ist das Stück immer samstags ab 20:30 Uhr bis auf zwei Freitags-Ausnahmen: am 24. August und am 31. August, dem Abend der letzten Vorstellung.

Die 1960er Jahre: John F. Kennedy erklärt, er sei ein Berliner, die SPD tritt in eine große Koalition ein und Benzin fürs Auto kostet umgerechnet nur zwischen 30 und 35 Cent. Viele werden diese Ereignisse selbst miterlebt haben. Viele kennen sie aber nur aus dem Geschichtsunterricht, auch wenn wenigstens eines dieser Ereignisse fast schon zur Tradition geworden ist.

nu 072018 toast hawaii3Im Laden von Peter Sperlich, gespielt von Hans Arning (rechts). Peter Sperlich erklärt seinem schüchternen Lehrling Richard Spengler, gespielt von Niklas Öwermann, wie er die Frauenwelt erobern kann.

Aber die 1960er Jahre waren mehr als nur reine Politik und günstiges Autofahren. In dieser Zeit kamen zum einen die ersten großen Sozialbewegungen auf. Die Menschen, allen voran die jüngeren Generationen, stellten soziale Normen und vieles mehr in Frage. Diese Spannungen brachen sich Bahn bis hinein in die traditionellen Familien. Zum anderen waren die 60er Jahre geprägt durch noch heute bekannte Musik und dazu passende Tänze.

In dieser Zeit spielt nun das neue Stück des Ensembles der Nettelstedter Freilichtbühne. Regisseur Hermann Höcker setzt dabei Thomas Schiffmanns »Toast Hawaii« in Szene. Die beiden Protagonisten Maria und Richard träumen dabei »von heißen Rhythmen unter südlicher Sonne, von gefährlichen Abenteuern in verrucht-verrauchten Bars und der ganz großen Liebe«. Das Einzige, was dieser Liebe und dem großen Traum einer Fernsehkarriere Marias im Weg steht, ist der strenge, in der Tradition verhaftete Vater.

Treue Stammgäste der Freilichtbühne erkennen hier vielleicht zwei bekannte Namen wieder und bemerken eine Verbindung zu einem Stück aus dem vergangenen Jahr. Denn 2017 spielte das Nettelstedter Ensemble das Stück »Schlager lügen nicht«, in dem das Leben eben jener Maria und Richard in den 1970er Jahren aufgeführt wurde.

Ähnlich wie in dem vergangenen Stück setzt »Toast Hawaii« erneut auf eine gewohnt unterhaltsame Mischung aus Schauspiel, Musik und Tanz und bildet damit quasi die Vorgeschichte zu »Schlager lügen nicht«. So werden dieses Mal Klassiker wie »Ich will keine Schokolade«, »Ohne Krimi geht die Mimmi nie ins Bett«, »Marmor, Stein und Eisen bricht« und viele mehr zu hören sein. Dazu präsentieren die Schauspieler die jeweiligen Lieder mit passenden Tänzen wie dem Twist, Rock´n‘Roll oder auch dem CanCan.

nu 072018 toast hawaii1Trixie, Wolfgang und Mona in voller Aktion. In den Rollen zu sehen sind hier Sophia Schnute, Martin Jäger-Degenhard und Kerstin Schmale.

Damit alle Schritte sitzen, gab es intensive Trainingseinheiten, geleitet von der Tanzschule Matthe aus Bad Oeynhausen. Und natürlich wurde auch wieder sehr viel Zeit investiert, um die Schauspieler auf ihre Gesangseinlagen vorzubereiten. »Von Probe zu Probe wachsen alle an den Liedern«, so Jana Hagemeyer vom Team der Freilichtbühne. Auch Regisseur Hermann Höcker ist von der Leistung des Ensembles begeistert und erklärt, dass auch in diesem Jahr wieder »ein tolles Ensemble« zusammengekommen sei.

Wer 2017 »Schlager lügen nicht« gesehen hat, hat in diesem Jahr also die Möglichkeit, sich die Vorgeschichte anzusehen. Und für alle, die beide Stücke gerne in der »korrekten« Reihenfolge erleben möchten, gibt es am 17. und 18. August jeweils um 20:30 Uhr erneut die Aufführung von »Schlager lügen nicht« auf der Freilichtbühne Nettelstedt.

Nach dem Abstieg nun der Abschied

Sieben Spieler verlassen den TuS N-Lübbecke – Tim Remer geht nach zwölf Jahren

Tus Flensburg 16Zum Abschied gab´s eine Fotocollage: Teammanager Zlatko Feric (Vierter von links) und Geschäftsführer Torsten Appel (Vierter von rechts) bedanken sich bei (von links) Jan Wesemann, Tim Remer, Nils Torbrügge, Pontus Zetterman, Piotr Grabarczyk, Ante Kaleb, Rene Gruszka und Patrick Heuer für ihre Zeit beim TuS N-Lübbecke.

Lübbecke. Nach der Partie gegen die SG Flensburg-Handewitt hieß es nun Abschied nehmen beim TuS N-Lübbecke. Die Spieler Jan Wesemann, Tim Remer, Nils Torbrügge, Pontus Zetterman, Piotr Grabarczyk, Ante Kaleb, Rene Gruszka sowie der Physiotherapeut Patrick Heuer werden den Verein TuS N-Lübbecke nach dieser Saison verlassen.

Tus Flensburg 17Tim Remer gehörte in den zwölf Jahren bei TuS nicht nur zur Mannschaft, sondern war auch ein fixer Punkt im Lübbecker Stadtbild. Von ihm wollen wir uns auf diesem Weg gesondert verabschieden in der vagen Hoffnung, ihn wenigstens auf dem Blasheimer Markt wiederzusehen.

Besonders laut wurde es beim Abgang von Tim Remer. Der derzeit verletzte Niederländer hatte zwölf Jahre lang das Lübbecker Trikot getragen. »Ich habe alles gegeben, was ich hatte und was ich konnte. Meine Familie und ich hatten ein schönes Leben in Lübbecke. Ich bin stolz auf die Zeit und werde sie nie vergessen«, sagte Remer in seiner Abschiedsansprache. »Tim, danke für alles«, unterstrich TuS-Geschäftsführer Torsten Appel.

Die Schranken könnten sich noch im Juni öffnen

Bewährte und neueste Technik im Lübbecker Stellwerk

SchrankenersatzEs dauert nicht mehr lange, dann ordnen richtige Schranken wieder den Fußgänger- und Radfahrerverkehr.

Lübbecke (huse). Der Bahnübergang an der Alsweder Straße und B 65 in Lübbecke hat so seine Tücken. Weil dort eben diese beiden Straßen und dazu noch die Gasstraße aufeinandertreffen, tat sich das zuständige Eisenbahnbundesamt in Berlin mit der vorgesehenen Freigabe am Donnerstag, 28. Juni, schwer. Daher gab es am Tag zuvor noch einen Ortstermin, an dem die endgültige Entscheidung fallen sollte.

Der Leiter des DB Regionalnetzes Münster Ostwestfalen, Hans Mattevin, hatte in einem Ortsgespräch mit der Neuen Umschau eineinhalb Wochen zuvor noch erklärt, einen genauen Zeitpunkt könne er nicht nennen. So viel aber: Der neue Bahnübergang »wird im dritten Quartal« in Betrieb genommen.

KontollbildschirmDiese Schalttafel reicht zur Kontrolle von Weichenstellungen, einfahrenden Zügen und geschlossenen Schranken.

Das hat sich nun aber doch ein bisschen relativiert. In einem weiteren Telefongespräch am Montag erklärte er, es könne noch zu der Schrankenöffnung am 28. Juni kommen. Allerdings könne eben der Ortstermin noch ergeben, dass das erst zwei bis drei Wochen später im Juli geschehen werde.

Bleibt den Autofahrerinnen und Autofahrern also erst einmal nur die Hoffnung, dass das Eisenbahnbundesamt ein Einsehen hat und schon für den ursprünglich geplanten Termin Grünes Licht gibt.

Bis zuletzt wurden im Stellwerk des Lübbecker Bahnhofes im wahrsten Sinne des Wortes noch Strippen gezogen, die von dort aus eine Verbindung zum neuen Bahnübergangsschalthaus herstellen, so dass der Bahnübergang vom Stellwerk aus gesteuert werden kann. So treffen im Lübbecker Stellwerk, das im Jahre 1939 in Betrieb genommen wurde, altbewährte und neueste Technik aufeinander.

AsphaltAsphaltmaschinen deuten darauf hin, dass die Bauarbeiten am Bahnübergang an der Alsweder Straße weit vorangeschritten sind.

Im nächsten Jahr kann das Stellwerk also Jubiläum feiern, weil es 80 Jahre alt wird. Solche »Schätzchen« gibt es bundesweit noch rund 800. Weitere zwei davon noch im Altkreis Lübbecke: in Holzhausen und in Rahden. Espelkamp hat hingegen ein kleines Relais-Stellwerk, das allerdings auch schon paar Jährchen auf dem Buckel hat. Seit den 1950er Jahren werden dort die Weichen per Knopfdruck gestellt und nicht, wie zum Beispiel in Lübbecke, durch das Umlegen der großen Schalthebel.

Taktile LeitstreifenAm Bahnübergang und auf dem Bahnhof (schon länger) helfen taktile Leitstreifen blinden Menschen bei der Orientierung.

Im Übrigen, das betonen die beiden Mitarbeiter der Netzagentur, funktioniere die alte Technik hervorragend: »Und das auch noch bis weit in die 2020er Jahre!« Zu ihr gehören auch die dicken Drähte, die entlang der Bahntrasse verlaufen, und zudem die sogenannten Umspanngewichte, die eingesetzt werden, wenn lange Wege überwunden werden müssen.

Das Signal ist obenDer Signalarm zeigt hinten rechts im Bild nach oben, die Bahn hat 'Durchfahrt frei'.

Zwei Bahnmitarbeiter bzw. -mitarbeiterinnen wechseln sich täglich im Schichtdienst ab, und das, wie Hans Mattevin betont, »an sieben Tagen in der Woche und an 365 Tagen im Jahr.«

Am Bahnübergang, kaum mehr als hundert Meter entfernt, ist man auf der Zielgeraden angekommen. Teerfahrzeuge waren im Einsatz und haben die neuen Fahrbahnen hergestellt, während Fußgänger und Radfahrer bis zur Freigabe der Schrankenanlage noch mit den rot-weißen Absperrbändern angehalten werden, wenn ein Zug heranrollt.

StellwerkIm Stellwerk werden zur Zeit komplizierte Verbindungen hergestellt, das bedeutet konzentriertes Arbeiten auf kleinem Raum.

Wenn der Bahnübergang fertig ist, sind 1,3 Millionen Euro investiert worden. Aus dem Bahnübergang, der im Jahr 1976 gebaut und Anfang der 1980er Jahre umgebaut wurde, ist dann ein neuer geworden auf dem neuesten Stand der Technik, »der den heutigen Anforderungen unter einer stark veränderten Verkehrssituation entspricht«.

KabelsalatDas Lübbecker Stellwerk stammt aus dem Jahre 1939.

So werden unter anderem Radfahrer und Fußgänger mehr Platz haben und es gibt Führstreifen für Blinde. Außerdem, so wird uns versichert, wird es künftig bei hohen Außentemperaturen keine Ausfälle der Schranken- bzw. Ampelanlage mehr geben: »Die Zeiten sind vorbei«.

Vier Hochfeiertage des geschriebenen Wortes

»StadtLesen« vom 12. bis 15. Juli zu Gast auf dem Lübbecker Marktplatz

Lübbecke. Die Sommerferien rücken näher und mit ihnen eine lang herbeigesehnte Premiere für die Stadt am Wiehen: Die Initiative »StadtLesen«, die seit rund zehn Jahren Lese-Events im gesamten deutschsprachigen Raum veranstaltet, wird vom 12. bis 15. Juli erstmals in Lübbecke Station machen und den Marktplatz in ein möbliertes »Lesewohnzimmer« verwandeln.

StadtLesen Butzbach 2017Möglichst viele Leseratten, wie hier im vergangenen Jahr in Butzbach, erhoffen sich auch die Lübbecker Initiatoren vom »StadtLesen«.

In Zusammenarbeit mit dem Rotary-Club Minden-Lübbecke, der Stadt und dem Verein Lübbecke Marketing wurde ein Programm geschmiedet, das sich ganz der Liebe zum geschriebenen Wort widmet: Lesungen für Groß und Klein, eine Krimi-Nacht, ein Kalligraphie-Workshop, ein literarisches Orgelkonzert für Kinder in der Sankt-Andreas-Kirche und das »Offene Mikro« für Autoren aus der Region versprechen kurzweilige Tage und Abende.

Alle Bürgerinnen und Bürger sowie Besucher aus Nah und Fern sind herzlich eingeladen, in rund 3000 Büchern zu stöbern und es sich dabei gemütlich zu machen. Der Eintritt ist frei.

Lesen auf dem MarktplatzLesestunde auf dem Lübbecker Marktplatz.

Offiziell eröffnet werden die Lübbecker »Lesefeiertage« am Donnerstag, 12. Juli, um 19:30 Uhr mit einem literarischen Highlight: Bruno Preisendörfer wird Passagen aus seinem aktuellen Buch »Die Verwandlung der Dinge – Eine Zeitreise von 1950 bis morgen« in moderierter Form vortragen und steht anschließend für Fragen und Autogramme zur Verfügung. Der Freitagabend steht dann ganz im Zeichen des Nervenkitzels, wenn die Bücherstube Oelschläger zur »Krimi-Nacht« auf dem Marktplatz bittet (siehe gesonderten Bericht auf Seite 8). Die Autorinnen Andrea Gerecke, Carla Berling und Eva Ehley werden aus ihren Kriminalromanen lesen.

An allen vier Tagen ist das »Lesewohnzimmer« auf dem Marktplatz von 9 Uhr bis etwa 21 Uhr geöffnet. Für das leibliche Wohl sorgt »Blue-Mojo«-Wirt Andy Bautz, der seine Öffnungszeiten extra für dieses Event anpasst.

Am Samstag, 14. Juli, lüftet der Landfrauen-Service Minden-Lübbecke-Herford ab 11 Uhr auf dem Wochenmarkt beim »Front-Cooking« Geheimnisse der regionalen Küche. Die Stadtwerke Lübbecke bauen zudem ihre Wassertheke auf, an der sich jeder kostenlos bedienen und Abkühlung verschaffen kann.

Bruno PreisendoerferBruno Preisendöfer liest im Rahmen der Leseaktion am Eröffnungstag auf dem Marktplatz.

Dank einer gemeinsamen Anstrengung des Rotary-Clubs, der Stadt und vieler ehrenamtlicher Helfer hatte sich Lübbecke im vergangenen Jahr im internationalen Bewerbungsverfahren um das Lese-Event durchgesetzt. Von allen 234 Bewerberstädten hatte die Stadt am Wiehen mit deutlichem Abstand die meisten Nominierungen erhalten. Auf die Plätze verwiesen wurden dabei Städte wie Berlin, München, Wien, Köln und Hamburg.

Das Programm:

Donnerstag, 12. Juli: 9 bis 13 Uhr Lesepicknick für 3. Klassen der Grundschulen, 13 bis 19 Uhr Freies Lesen, ab 19:30 Uhr Lesung mit Bruno Preisendörfer: »Die Verwandlung der Dinge«, moderiert von Thomas van Zütphen.

Freitag, 13. Juli: 9 bis 19 Uhr Freies Lesen, 14:30 bis 15:30 Uhr Lesung und Mitmachprogramm mit Märchenerzählerin Kirsten Tümmel, für Kinder von 5 bis 9 Jahren. Ab 16 Uhr »Die fürchterlichen Fünf«: Orgelkonzert für Kinder in der Sankt-Andreas-Kirche, an der Steinmann-Orgel: Heinz-Hermann Grube. Ab 19.30 Uhr Kriminacht mit den bekannten Autorinnen Andrea Gerecke, Carla Berling und Eva Ehley.

Samstag, 14. Juli: 9 bis 19 Uhr Freies Lesen. Ab 11 Uhr »Front-Cooking« mit dem Landfrauenservice auf dem Wochenmarkt. Ab 14 Uhr Kalligraphie: Schriftkunst-Workshop in der Mediothek.

Sonntag, 15. Juli: 9 bis 17:30 Uhr Freies Lesen. 11 bis 14 Uhr Offenes Mikro: Regionale Autoren stellen sich vor.

 

 

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