Frauen haben den Vortritt: First Ladies – Ladies first

Espelkamp. Das Programm der Frauenkulturtage 2016 steht, der Vorverkauf für die Programmhighlights startet schon am 7. Dezember, und der Titel für die insgesamt fünf abwechslungsreichen Veranstaltungen verrät einiges: »First Ladies – Ladies First«.

Cornelia Scheel und Hella von SinnenZum Tod von Mildred Scheel vor 30 Jahren erinnert Tochter Cornelia (links) gemeinsam mit Hella von Sinnen an eine Frau, die die Gesellschaft durch ihre Arbeit geprägt und verändert hat. Tickets für diese Veranstal-tung im Rahmen Frauenkulturtage 2016 in Espelkamp bieten sich auch als Geschenk unterm Christbaum an.

In der Zeit vom 4. Februar bis 16. März 2016 präsentieren die Veranstalterinnen erneut ein hochkarätiges Programm und lassen dabei natürlich wieder Frauen den Vortritt: Die eine ist Cornelia Scheel, die sich im Rahmen einer Lesung gemeinsam mit Hella von Sinnen am Dienstag, 8. März, ab 20.00 Uhr, im Bürgerhaus Espelkamp an ihre Mutter Mildred Scheel erinnert. »Meine Mutter war der Schrecken eines jeden Protokollchefs« schreibt sie in ihrem aktuell erschienenen Buch »Mildred Scheel – Erinnerungen an meine Mutter«. Sie vertauschte schon mal die Tischkarten, um neben einer viel mehr Spaß versprechenden Künstlerin sitzen zu können, weil sie es überhaupt nicht einsah, sich den ganzen Abend neben einem hochdekorierten Kommandeur zu langweilen. Mildred Scheel war eine der einflussreichsten Frauen der deutschen Nachkriegszeit und genoss national und international hohes Ansehen. Sie war Ärztin, alleinerziehende Mutter im konservativen Bayern der 1960er Jahre, Ehefrau des deutschen Außenministers Walter Scheel, später dann First Lady und Gründerin der Deutschen Krebshilfe. Dreimal wurde sie zur »Frau des Jahres« gekürt, aber niemals hätte sie sich als Feministin bezeichnet, und doch war sie vielen Frauen Vorbild: klug, unabhängig, meinungsstark und tatkräftig.Bis heute wirkt ihre Arbeit noch nach, ihr Einsatz für die Krebshilfe war unermüdlich – umso tragischer, dass sie selbst 1985 an dieser tückischen Krankheit starb.

Die andere »First Lady« der Frauenkulturtage ist Kabarettistin Lioba Albus. Als »Königin von Egoland« übernimmt sie am Mittwoch, 16. März, ab 20:00 Uhr im Bürgerhaus Espelkamp mit ihrem aktuellen Programm kurzerhand das Kommando auf der Costa Al-mannia, denn die ist auf einen Schuldenberg aufgelaufen! Der Über uss ist fast ausgetrocknet, der Luxusliner sitzt fest. Angela Merkel und ihre Führungscrew haben sich mit dem letzten Rettungsboot abgesetzt. Aber die Passagiere der Alemannia haben Glück. Mit an Bord befindet sich Mia Mittelkötter, der fleischgewordene Rettung-schirm. In gewohnter handfester Art krempelt sie die Ärmel hoch, erklärt die Demokratie als gescheitert und übernimmt das Kommando. Eine kabarettistische Luxusdampferfahrt der Extraklasse.

Eintrittskarten für diese beiden Höhepunkte der Frauenkulturtage sind ab Montag, 7. Dezember, im Kulturbüro im Bürgerhaus, Wilhelm-Kern-Platz 14, Tel. 05772-562161, oder 562185 oder 562255 erhältlich. Der Programmflyer mit Informationen zu allen fünf Veranstaltungen liegt ab Januar im Kulturbüro und im Rathaus Espelkamp sowie in den Geschäftsstellen der Banken und Sparkassen aus.

»Gaslicht« garantiert Gänsehaut

Lübbecke. Das Berliner Kriminaltheater ist am Freitag, 13. November, mit dem Thriller »Gaslicht« um 20 Uhr in der Stadthalle Lübbecke zu Gast.

GaslichtThriller mit großer Film-Vergangenheit: Unheimliche Dinge passieren in einem unheimlichen Haus. Wer Krimis mag, darf »Gaslicht« keinesfalls versäumen.

Der Inhalt: Vor Kurzem hat Jack Manningham ein dunkles, unheimliches Haus gekauft, in das seine Frau Bella nur widerwillig eingezogen ist. Seit sie hier wohnen, lässt Jack keine Gelegenheit aus, sie vor dem Dienstmädchen zu blamieren. Gegenstände, die verschwinden, finden sich in Bella’s Zimmer wieder und Jack behauptet, sie leide an Gedächtnisstörungen. Nachts, wenn er ausgegangen ist, sitzt sie einsam da und beobachtet das plötzlich ackernde Gaslicht. Wird sie geisteskrank wie ihre Mutter? Da erscheint eines Abends ein netter Herr, der sich mit ihr unterhalten will.»Das Haus der Lady Alquist«: So lautet der Filmtitel, unter dem der Regisseur George Cukor 1944 das Buch verfilmte. Die junge Schauspielerin Ingrid Bergmann erhielt den OSCAR als beste Hauptdarstellerin.

Eintrittskarten gibt es in den Geschäftsstellen der Lübbecker Zeitungen und der Bücherstube. Reservierungen für die Abendkasse nimmt das Theatertelefon des Lübbecker Kulturringes unter 05741-2349999 entgegen.

 

 

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