Seifenkisten feiern tolles Comeback


Lübbecke. »Dass das Wetter halten würde, war mir klar. Das Seifenkistenrennen 2016 selbst war eine großartige Gemeinschaftsleistung von Schulen, Vereinen, Firmen und Organisationen - typisch Lübbecke eben.« So kurz, knapp und treffend bilanzierte Bürgermeister Frank Haberbosch das Ereignis, mit dem am Sonntag in der Wiehengebirgsstadt mal wieder Geschichte geschrieben wurde.

Für Lübbecke Marketing als Macher des ersten Seifenkistenrennens nach vielen Jahrzehnten in der Wiehengebirgsstadt war dieses erste eigene Projekt sozusagen die »Feuertaufe« nach der Vereinsgründung vor genau einem Jahr. Gemeinsam mit vielen freiwilligen und professionellen Helfern wurde diese Mammutveranstaltung seit Herbst 2015 vorbereitet. Ergebnis: Das war nicht einfach nur ein »läppisches« Seifenkistenrennen – das war ein richtig guter Tag für die gesamte Familie.

Insgesamt gingen beim Lübbecker Seifenkistenrennen 18 Seifenkisten mit jeweils vier Fahrern an den Start. Die Siegermannschaften der Junior- und der Seniorklasse wurden in Vorläufen und Zwischenläufen ermittelt. Abschließend fuhren jeweils die vier schnellsten Fahrer (aus vier verschiedenen Teams) in Halbfinal- und Finalläufen die Einzelwertungen beider Klassen aus. Die jeweils drei bestplatzierten Einzelfahrer und Mannschaften der beiden Klassen erhielten zum Abschluss des Rennens Pokale, alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekamen eine Urkunde.

Und hier die Rennergebnisse:

Einzelwertung - Junioren 1. Dana Schönfeld, 2. Jakob Nentwich, 3. Jasper Hachmeister   Einzelwertung - Senioren 1. Nick Hibert, 2. Niclas Broeldiek, 3. Emirhan Önk Teamwertung - Juniorenklasse 1. Green Hornets - Schule Rodenbeck, 2. Wiehenblitz - Stadtschule Lübbecke, 3. Gehlenracer - Grundschule Gehlenbeck Teamwertung - Seniorenklasse 1. Rasende Falken II - Hauptschule Lübbecke, 2. Grüner Blitz - Stadtschule Lübbecke, 3. Oldendorfer Heiße Kiste - Hauptschule Pr. Oldendorf.

Neben den Hauptrennen sorgten Nostalgierennen und Hobbycar-Rennen in den Pausen für Unterhaltung der Zuschauer an der perfekt abgesperrten und gesicherten Strecke. Aber auch beim Seifenkistenrennen gibt es - wie bei richtigen Rennern - Pannen. So gaben Lenk- und Seilzüge schon mal überraschend ihren Geist auf, sorgten für einen kleinen Unfall ohne Folgen oder unerwartete Einläufe. Alles kein Problem und schnell vergessen von Fahrer wie Organisatoren und Sponsoren, die den Siegern zum Schluss die Pokale überreichten.

   (Text: www.hallo-luebbecke.de)


Die Eröffnung der Piene-Ausstellung auf Schloss Benkhausen rückt näher


»ZERO wird seine

Bedeutung nie verlieren«


Benkhausen
  (huse). Die Eröffnung der Ausstellung mit vielen Arbeiten von Otto Piene von der Jugendzeit bis zu seinem Tod vor rund zwei Jahren auf Schloss Benkhauswen rückt näher. »ZERO lebt« ist sie überschrieben und der Lübbecker Kunstsammler und Pienefan Hans-Gerd Tantius ist sich sicher: »ZERO wird seine Bedeutung nie verlieren«.

Dies sagte er auf einer Pressekonferenz auf Schloss Benkhausen, wo er zusammen mit der Mitorganisatorin Angelika Gauselmann das Konzept dieser Ausstellung, die am 28. Mai eröffnet werden und bis zum 26. Juni zu sehen sein wird, erläuterte.

In der Einladung zur Ausstellung heißt es: »Die Ausstellung bietet einen Einblick in das phänomenale Werk Otto Pienes. In einer Dokumentation zeigen wir, wie Otto Piene Kunst und Wissenschaft verbinden wollte und wie er es geschafft hat, mit ZERO ein neues Kunstzeitalter mitzubegründen.«

Vom 28. Mai an kann man durch das Leben des in Lübbecke aufgewachsenen Künstlers von Weltrang spazierengehen. Hans-Gerd Tantius freut sich darüber, wie viele Lübbecker und auch Menschen von weither auf die seit zwei Jahren vorbereitete Ausstellung reagiert haben.

Da gibt es nun zum Beispiel viele Bilder aus Pienes Jugend zu sehen, die ehemalige Schulkameraden zur Verfügung gestellt haben. Dies belegt die örtliche Einbindung des Künstler. Aquarelle aus seiner Jugend- und Studienzeit haben häufig heimatliche Motive und belegen vor allem, dass sie von einem talentierten Künstler stammen. Dann, so erläuterte Hans-Gerd Tantius, werden Bilder aus der frühen ZERO-Zeit zu sehen sein. Eine Rauchzeichnung hat er selbst in seinem Fundus, sie stammt aus dem Jahre 1959. 1978 machte er zusammen mit seiner Mutter eine erste Pieneausstellung in seiner Galerie, bei der Otto Piene selbst in Lübbecke war. Damals, so Tantius, hätte die Stadt eines gekauft, aber auch Lübbecker Bürger hatten zugegriffen, davon wird auch einiges zu sehen sein.

Bewundern kann man auch einige »Heiße Eisen«, die Otto Piene bei seinem Besuch auf Einladung des Kunstvereins in Lübbecke 1996 hinterließ. Das Hufeisen in Kartonage gebrannt wurde damals in einer 50er-Auflage erstellt, dazu einige Unikate, die auf Schloss Benkhausen zu sehen sein werden. Sogar das Originalhufeisen existiert noch und ist dabei.

Um 16 Uhr ist Samstag, 28. Mai, Eröffnung. Wer dabei sein will, so Angelika Gauselmann, möchte sich bitte anmelden unter 05743-9318220 oder per mail an »Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!«


Cartoon

 

 

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