Eine gut geölte PR-Maschine


Klaus-Peter Wolf und Bettina Göschl in der Stadthalle


Lübbecke.
  (huse) Klaus-Peter Wolf und Bettina Göschl verstehen ihre Handwerke. Sie singt, schreibt Musik, spielt Gitarre und hat ein herzerfrischendes Lächeln, er schreibt eine der erfolgreichsten Krimireihen Deutschlands, ist ein talentierter Schauspieler, Vorleser und Bühnenunterhalter. Alles zusammengenommen, gepaart mit jahrelanger Erfahrung, ergibt eine erfolgreiche PR-Maschine, wie der Abend in der Lübbecker Stadthalle kürzlich wieder einmal bewiesen hat.

WolfliestKlaus-Peter Wolf ist ein guter Vorleser und Geschichtenerzähler.

Vor dem Auftritt um 20 Uhr nehmen die beiden sich entspannt Zeit und signieren Bücher und CDs. Die Schlange der Fans ist lang und viele versorgen sich am Tisch der Bücherstube mit dem »Ostfriesentod«, um sich danach schnell noch eine Widmung zu holen. Klaus-Peter Wolf zieht sich acht vor Acht noch einmal kurz zurück, um danach zusammen mit seiner Frau Bettina Göschl auf die Bühne zu spazieren.

Ihr Auftritt ist eines der Höhepunkte im Jubiläumsjahr der Lübbecker Bücherstube, die es seit 50 Jahren gibt. Gegründet wurde sie von Horst-Bernhard von Januszkiewicz als »Bücherstube am Markt«. Er und eine Frau Insa, in Norden aufgewachsen, verlebten dort ihren Lebensabend, wo die Romane von Klaus-Peter Wolf spielen. Und dort entstand auch die Verbindung zu ihrem Nachfolger, Günther Oelschläger, der aus Norden stammt und dessen Sohn heute die in die Lange Straße umgezogene Bücherstube führt. Auch er hat heute noch Vérbindungen nach Norden, und weiß wie ich, der ich abenteuerliche Urlaube in Norden verbracht habe, wie der Tee im 1878 eröffneten Café »Ten Cate« schmeckt, das immer wieder in den Ostfriesenkrimis von Klaus-Peter Wolf auftaucht.

JubelfotoBuecherstubeBis auf zwei waren alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bücherstube in der Stadthalle: Wiebke Lünnemann, Katrin Mailänder, Anja Kretschmer, Andreas Oelschläger, Daniela Haßfeld, Hans-Olaf Hopf und Renate Oelschläger (von links nach rechts).

Das ist eine der Besonderheiten dieses Autors, für den Norden seit vielen Jahren seine neue Wahlheimat ist: Er baut in seine Geschichten immer wieder real existierende Personen, Einrichtungen oder Veranstaltungsorte ein, die manch einen dazu veranlasst haben werden, mal auf der Landkarte oder  bei Google-Map genauer hinzuschauen, wo sich das denn alles abspielt. Regelmäßige Besucher und Besucherinnen von Autorenlesungen werden sich ein bisschen gewundert haben, denn was Klaus-Peter Wolf und Bettina Göschl bei solch einer Gelegenheit abliefern, ist ein bisschen anders. Er zitiert sich selbst nur dreimal ausführlich, stattdessen erzählt er lieber Geschichten aus dem Leben eines Autors, der nicht nur Krimis schreibt.

Bettina Göschl ist fester Bestandteil des Programms. In Lübbecke sorgte sie alleine für die musikalische Uterhaltung. Oftmals, so erzählt sie, sei noch ein Bassist dabei oder gar ihre komplette Kombo, die sich »Die Komplizen« nennt. Sie ist aber nicht allein Musikerin, sondern die gelernte Erzieherin schreibt auch Kinderbücher, hat zusammen mit Klaus-Peter Wolf die »Nordseedetektive« erfunden und macht erfolgreich Lieder für Kinder, ist sozusagen »bekannt aus Funk und Fernsehen«.

AutogrammeKlaus-Peter Wolf und Bettina Göschl beim fröhlichen Büchersignieren.

Die beiden Wahlostfriesen funktionieren unglaublich gut zusammen und haben sichtlich Spaß, ihr wieder einmal begeistertes Publikum zu unterhalten. Klaus-Peter Wolf ist geradezu begeistert, dass »Ostfriesentod« zur Zeit das meistverkaufte Buch in Deutschland ist und kündigte an, er werde den Jahresrhythmus einhalten und im Februar nächsten Jahres den nächsten Band auf den Markt bringen. Damit es den Fans bis dahin nicht zu langweilig wird, kommt am 22. Juni dieses Jahres ein neues Buch heraus: »Totenstille im Watt«, mit verdrehten Vorzeichen, aus der Sicht des Killers geschrieben.

Was auch deutlich wurde – Autoren haben heimlich ihre Lieblingsfiguren. Und welche könnte das für Klaus-Peter Wolf sein? Für eingefleischte Fans eigentlich sonnenklar: natürlich der Rupert. Der ist für jeden frauenfeindlichen Witz gut. Rupert fällt gern auf Vorurteile herein, hält fast jede Wissenschaft für reinen Blödsinn, aber dafür reinen Blödsinn oftmals für klare Wissenschaft. Für Rupert ist Ehebruch ein Volkssport. Eine Figur, bei der sich ein Schreiber so richtig loslassen kann. Und das belesene Publikum hat seinen Spaß.

In der letzten Ausgabe habe ich offenbar nicht zu viel versprochen. Es war der erwartet unterhaltsame Abend mit zwei erfahrenen Showtalenten. Sie wollen offenbar gerne wiederkommen und auch ohne ein Jubiläum wird sich für die Bücherstube eine solche Veranstaltung lohnen. Also nicht lange zögern. Schnell einen Vertrag machen, denn die beiden sind Jahr für Jahr voll ausgebucht.

VerneigungVerbeugung vor dem Publikum.

Musikpreisträger Simon Obermeier gibt Konzert in der Heimat


Pro Musica präsentiert Sonderkonzert mit Hamburger Trio im Schäppchen

Lübbecke. Im April setzt die Musikschule Lübbecke ihre Veranstaltungsreihe »20 Jahre Pro Musica – alle Farben der Musik« mit einem Sonderkonzert fort. Am Freitag, 21. April, gastiert mit Simon Obermeier ein in der Region bekannter Künstler und ehemaliger Schüler von Pro Musica im Bürgerpark Schäppchen. Gemeinsam mit Aileen Deppe (Sopran) und Ascelina Klee (Alt) wird er eine Mischung aus Klavier- und Liederabend bieten.
Hamburg-TrioSimon Obermeier (Klavier), Aileen Deppe (Sopran) und Ascelina Klee (Alt) sind das fröhliche »Hamburg-Trio«.

Der große Saal des Schäppchen hat sich mittlerweile als kultureller Aufführungsort etabliert. Er bietet eine hervorragende Akustik, in der moderne Architektur und klassische Musik auf ideale Weise kontrastieren. Dazu trägt auch der große Steinway-Flügel bei, der extra für diese Veranstaltung aufgebaut wird.

Simon Obermeier gehörte 1997 als Vierjähriger zur ersten Schülergeneration, die an der Musikalischen Früherziehung der neugegründeten Musikschule teilnahm. Beim anschließenden Klavierunterricht (zunächst Martin Obermeier, dann Erik Salvesen) stellten sich schnell Erfolge ein: Bundessieg bei Jugend musiziert, Preisträger beim Steinway-Klavierwettbewerb in Berlin, Sparkassenstipendium, Aufnahme als Jungstudent an der Hochschule für Kirchenmusik in Herford (Prof. Fleinghaus, Prof. Haake). Nach dem Abitur am Wittekind-Gymnasium setzte er sein Kirchenmusikstudium an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg fort, wo er unter anderem seither Klavierunterricht bei Prof. Gabriele Cervone erhält. Kantor in Hamburg-Langenhorn, Assistent an der Hamburger Hauptkirche St. Jacobi, Korrepetitor im Hamburger Michel und Mitglied im »Deutsch-deutschen Kammerchor« sind seine bisherigen nebenberuflichen Stationen während des Studiums.

Die gebürtige Bremerin Aileen Deppe studierte zunächst Schulmusik, seit 2013 Gesang bei Prof. Mark Tucker in Hamburg. Ascelina Klee stammt aus Bad Driburg und ist ebenfalls Gesangsstudentin in Hamburg bei Prof. Geert Smits. Die Stipendiatin der Konrad-Adenauer-Stiftung ist Mitglied des Norddeutschen Kammerchores und dem »Ensemble Vocal Hamburg«.

Das Trio wird Lieder und Duette von Robert Schumann, Franz Schubert, Johannes Brahms und Claude Debussy interpretieren. Das Klavier-Soloprogramm beinhaltet Werke von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Sergej Prokofjew.

Karten sind im Büro der Musikschule, Gerichtsstr. 5 in 32312 Lübbecke (05741/90128 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) sowie im Bürgerpark erhältlich. Das Team des Schäppchen freut sich auf einen gemütlichen Abend, bei dem Getränke an den Tischen serviert werden können. Einlass ist ab 18.30 Uhr, Beginn des Konzerts um 19.30 Uhr.

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Werkstatt mit Herz! Valentinstag bei den Valentins

Lübbecke. Der Valentinstag gilt weithin als der Tag der Liebenden. Vor allem die  Blumen- und die Süßwarenhändler freuen sich auf gute Umsätze. Ein besonderer Tag ist der 14. Februar auch immer in der Kfz-Werkstatt Valentin an der Ronceva 6 in Lübbecke. Dort erwartet die Kunden, die an diesem Tag die Werkstatt anfahren, seit Jahren schon eine kleine Überraschung, die von Marita Valentin vorbereitet wird. Es gibt einen schön dekorierten Tisch und in den vergangenen Jahren immer ein Blümchen. In diesem Jahr überraschten die Valentins, zu denen in der Werkstatt auch Sohn Sven gehört, mit einem leckeren Kuchen in Herzform.

Valentinsherzen 1

Von Graugnomen und Wilddruden

Ronja Räubertochter – inszeniert von der Theater-AG des Wittekind-Gymnasiums

Lübbecke. In diesem Jahr begibt sich die Theater-AG des Wittekind-Gymnasiums Lübbecke mit ihrem neuen Stück »Ronja Räubertochter« tief in die Wälder der Mattisräuber.

Bild RonjaVanessa Riemer in der Titelrolle der Ronja Räubertochter. Foto: Friedhelm Sauerländer
Ronja, die in einer schaurigen Gewitternacht auf die Welt kam, erlebt in ihrer Zeit als Tochter des wohl größten Räuberhauptmanns Mattis einige aufregende Abenteuer und trifft neben den gruseligen Geschöpfen der Unterwelt und einigen anderen Waldtieren auch auf Birk. Die zwei müssen sich den Abenteuern stellen, die es mit sich bringt, wenn man als
Tochter und als Sohn zweier verfeindeter Räubersippen aufwächst. Zusammen mit ihrer Mutter Lovis, dem alten Freund ihres Vaters, Glatzen-Per, und einigen ulkigen Waldtierchen durchlebt die junge Ronja eine aufregende Zeit.

Diese packende Geschichte der Ronja Räubertochter inszeniert die Theater-AG des Wittekind-Gymnasiums nach der Vorlage des gleichnamigen Erfolgsromans von Astrid Lindgren. Das Skript hierzu wurde, wie letztes Mal auch, von Mareike Sauerländer, der Leiterin und Regisseurin der AG, unterstützt von der ehemaligen Schülerin Mirjam Rudzio, geschrieben. Mit einigen neuen Gesichtern steckt die Theater-AG mitten in den Vorbereitungen. Vom Kostümnähen über Kulissenbau bis hin zu den Proben. Der Theater-AG steht nun wieder eine programmreiche und aufregende Zeit bevor. Alle, die sich fragen, wie das Abenteuer der Ronja wohl ausgehen mag, sind eingeladen, die unglaubliche und große Welt der Mattisräuber am Freitag, dem 3. März, am Samstag, 4. März, am Freitag, 10. und Samstag, 11. März, zu entdecken. Einlass in das pädagogische Zentrum des Wittekind-Gymnasiums ist jeweils ab 18 Uhr, die Aufführungen beginnen um 18:30 Uhr. Eintrittskarten sind im Vorverkauf (Kinder/Schüler: 4 Euro; Erwachsene: 7 Euro) in der Schulverwaltung des Wittekind-Gymnasiums und in der Bücherstube Lübbecke sowie an der Abendkasse (Kinder/Schüler: 5 Euro; Erwachsene: 8 Euro) erhältlich.

TuS bastelt am Kader für 1. Liga

Verträge mit Tim Remer und Nils Torbrügge verlängert

Lübbecke. Beim TuS N-Lübbecke gehen die Personalplanungen für die kommende Saison weiter. Die Verantwortlichen haben den bis zum Saisonende laufenden Vertrag mit Kreisläufer Nils Torbrügge, im Falle eines Aufstiegs in die DKB Handball-Bundesliga, um ein weiteres Jahr bis Sommer 2018 verlängert.

Nils TorbrggeNils Torbrügge fliegt voraussichtlich auch in der nächsten Saison für den TuS N ein.

»Ich fühle mich im Kreise der Mannschaft und im Umfeld des TuS N-Lübbecke sehr wohl. Die sportliche Perspektive, weiterhin viele Spielanteile zu erhalten, hat mich überzeugt, auch in der kommenden Saison das TuS-Trikot zu tragen«, so Nils Torbrügge. »Die Vertragsverlängerung ist für mich ein Ansporn, die mit der Mannschaft gesteckten Ziele zum Saisonende zu erreichen«, ergänzte Torbrügge und spielte darauf an, dass seine Vereinbarung mit dem TuS nur für die DKB Handball-Bundesliga Gültigkeit hat. »Es freut mich, dass wir Nils von unserem Angebot überzeugen konnten und wir im Falle eines Aufstiegs weiter auf ihn zählen können«, sagte TuS-Geschäftsführer Torsten Appel nach der Vertragsunterzeichnung, der intensive Gespräche vorausgegangen waren. »Ich bin froh, dass es mit der Vertragsverlängerung geklappt hat. Nils ist ein wichtiger Baustein in der jungen Mannschaft - sowohl als Spieler als auch als Mensch. Er übernimmt auf und neben dem Handballfeld eine Vorbildfunktion und es gelingt ihm in besonderer Weise, alle Teammitglieder positiv mitzunehmen«, so Trainer Aaron Ziercke über seinen Kreisläufer.

Nils Torbrügge kam zu Beginn der Saison 2016/17 von GWD Minden zum TuS N-Lübbecke und zeigte seither als Abwehrspezialist eine überzeugende Leistung. Im Angriff erzielte Torbrügge in der bisherigen Saison 47 Tore für den TuS. Auch Tim Remer wird in der kommenden Saison beim ostwestfälischen Traditionsverein spielen. Der Niederländer unterschrieb einen Vertrag für die erste und zweite Handball-Bundesliga bis Sommer 2018. Damit gehen Tim Remer und der TuS N-Lübbecke gemeinsam in die 12. Saison. Mit seiner Erfahrung ist Tim Remer ein wichtiger Bestandteil der jungen TuS-Mannschaft in dieser Saison. Als Führungsspieler übernimmt er nicht nur von der Linksaußenposition im Spiel Verantwortung. Auch als Kreisläufer und Siebenmeterschütze erzielte er in der laufenden Saison bereits 62 Treffer. »Tim hat sich die Vertragsverlängerung verdient. Er hat bisher eine stabile Saison gespielt und ich bin froh, dass er mit seiner Art und Erfahrung dem Team weiterhin zur Verfügung steht«, so Trainer Aaron Zierck. »Wir freuen uns, dass sich Tim Remer für unser Angebot entschieden hat. Als Führungsspieler und Sympathieträger ist er ein bedeutender Baustein in unserer Mannschaft«, so TuS-Geschäftsführer Torsten Appel. Tim Remer selbst fiel die Entscheidung, ein weiteres Jahr beim TuS N-Lübbecke zu bleiben, leicht. »Es läuft zur Zeit richtig gut, wir sind eine tolle Mannschaft und es macht Spaß, mit den Jungs zu arbeiten«, erklärte Tim Remer nach der Vertragsunterzeichnung.

 

 

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